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Kreisverband Schwalm-Eder

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Als neues Projekt des NABU Kreisverbandes Schwalm-Eder starten wir demnächst mit dem Projekt
LEBENSRAUM QUELLE

Am Samstag, den 10. März 2007, 15.00 Uhr, haben sich zwölf Interessenten am Projekt "Lebensraum Quellen" im NABU-Zentrum für Blütenökologie am Lebendigen Bienenmuseum Knüllwald in Niederbeisheim, Beiseförther Str. 12. zu einer ersten Informationsveranstaltung getroffen.

Stefan Zaenker führte in das Thema ein und erläuterte die praktische Vorgehensweise am Beispiel einer Quelle auf dem Grundstück des Lebendigen Bienenmuseums.

Nachdem das Magerrasen-Projekt weitestgehend abgeschlossen ist, beschloss der Fachbeirat des NABU, Kreisverband Schwalm-Eder, unter Führung des großen Fachbeirats-Vorsitzenden Rolf Angersbach, sich den gegenteiligen Biotopen im Kreis verstärkt zuzuwenden.

 

Quellbiotope sind bisher in der naturkundlichen Erforschung recht stiefmütterlich behandelt worden. Gerade in Nordhessen ist wenig über die Flora und Fauna der Quellen bekannt. Diese Lücken möchte der NABU, Kreisverband Schwalm-Eder mit seinem neuen Projekt schließen.

Blick auf den Quellbereich im Lichtenhagener Grund.


Im Kreisgebiet ist mit etwa 1.500 bis 2.000 Quellen zu rechnen. Aufgrund der überwiegend ehrenamtlichen Bearbeitung des Projektes ist dieses auf eine Dauer von ca. acht Jahren angelegt. Ziel ist es, alle Quellen zu erfassen und besonders wichtige Quellbereiche vertiefend zu untersuchen.

Von Prof. Dr. Rüdiger Wagner, derzeit Dozent an der Universität Kassel, wurde uns bereits volle Unterstützung zugesagt. Eine enge Kooperation ist weiterhin vorgesehen mit dem Diplom-Geographen Martin Reiss von der Universiät Marburg und Stefan Zaenker vom Landesverband für Höhlen- und Karstforschung e.V. Von weiteren Fachleuten haben wir bereits Zusagen für die Mitarbeit im Quellprojekt.

Durch einen glücklichen Zufall hat sich die Gelegenheit ergeben, ein Grundstück mit Quellbereichen für den NABU erwerben zu können. Die Verhandlungen sind derzeit im vollen Gange. Das Grundstück liegt bei Niederbeisheim im Lichtenhagener Grund und besitzt eine große Sickerquelle. Bereits in diesem Jahr (2008) sollen nach der Überschreibung die ersten Pflegemaßnahmen im Quellbereich erfolgen. Darüber hinaus ist - in Absprache mit dem jetzigen Pächter - eine Vernässung eines Teils der dazu gehörigen Wiese geplant, wofür wir - ebenso wie für den Erwerb des Grundstücks - Ausgleichsmittel von der Unteren Naturschutzbehörde erhalten werden.
 

Moose im Lichtenhagener Grund

Am 5.1.2007 konnte von der Projektgruppe "Lebensraum Quelle" eine Exkursion zu den Quellbereichen im Lichtenhagener Grund bei Knüllwald-Niederbeisheim durchgeführt werden mit einem befreundeten Bryologen aus Berlin. Die Ergebnisse dieser Exkursion sind über den nebenstehenden Link zu ersehen.
Nützliche Links: Biospeläologie Hessen,
Arbeitsgruppe Hydrogeographie

Quellmoose, Burgwaldprojekt

Erstellt von Hans-Joachim Flügel

Stand: 08.01.2008
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